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Auswirkungen auf Immobilien:

Während an den Immobilienmärkten–angefeuert durch die lockere Geldpolitik der Notenbanken–steigende Preise längst Normalität geworden sind, tat sich bei den Verbraucherpreisen lange wenig. Das scheint sich zu ändern.

Immobilien steigen immer im Preis? Das trifft vielleicht auf einige Metropolregionen zu. Fakt ist, dass sich am Preis von Grundstücken und Immobilien auch das Inflationsgeschehen ablesen lässt (u.a. gestiegene Baukosten). Die künstliche Verknappung von Wohnraum und künstlich geschaffene Kostensteigerungen durch Umweltauflagen im Neubau sowie Sanierung tragen Ihren Teil dazu bei die Verkehrsfähigkeit auf aktuellen Preiskorridoren zunehmend zu erschweren. Für Eigenheimbesitzer bedeutet dies, dass auch die Begleitkosten einer Immobilie inflationsbedingt ansteigen. Wie lange der derzeitige Trend, immer weiter steigender Immobilienpreise, Kostensteigerungen bei Nebenkosten für Eigentümer teilkompensiert und wie sich dies auf die zukünftige Verkehrsfähigkeit auswirkt, bleibt abzuwarten.

Für Vermieter mit Fremdfinanzierung:

Steigende Mieten kompensieren den Inflationseffekt? Bedingt ja. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass inflationär steigende Mieten (z.B. durch Indexklauseln) nur bis zu einem gewissen Maß von Mietern getragen werden. Neben den Inflationsrisiken sind gesetzgeberische Eingriffe zur Schaffung sozialer Gerechtigkeit Stichwort „Lastenausgleichsgesetz“ denkbar.

Auswirkungen auf Baufinanzierungen:

Die Zinsen stiegen im Januar und Februar deutlich an – nämlich um mehr als 0,5 Prozentpunkte auf 1,6%. Viele Expertinnen und Experten halten daher noch höhere Konditionen im Jahresverlauf für wahrscheinlich. Als treibender Faktor für den Konditionsauftrieb gilt die Inflation, die in Deutschland laut der aktuellen Schätzung des Statistischen Bundesamts im Februar auf 5,1 % kletterte. Die Darstellung der Zinsentwicklung basiert auf der DGZF-Pfandbriefkurve – den Pfandbriefrenditen der DekaBank und der Landesbanken. Diese Pfandbriefe dienen der Refinanzierung von Immobiliendarlehen und sind damit ein Indikator für die Zinsentwicklung beim Baugeld.

Grafik: Chart Bauzinsen

 

Fazit:

Das Inflationsgeschehen hat weitreichende Auswirkungen auf Assetpreise und Zinsniveaus. Es gilt Vermögensstrategien neu zu denken und Perspektiven zu wechseln. In Zeiten steigender Inflationsraten ist das Vermögensportfolio diesbezüglich neu zu bewerten und entsprechend auszurichten. Das Kollegium von EFFEKT Corporate Solutions unterstützt Unternehmer bei der ökonomischen Bewertung von Immobilieninvestitionen und Finanzierungen.

 

In diesem zweiten Teil unserer fünfteiligen Serie zum Thema „Die Auswirkungen der Inflation auf Vermögenswerte“, haben wir uns mit den Auswirkungen auf Immobilien beschäftigt. Im nächsten Teil beschäftigen wir uns mit den Auswirkungen der Inflation auf Kredite und Schulden.
Hier gelangen Sie zum ersten Teil, mit den Auswirkungen auf die Altersvorsorge sowie Sichteinlagen. 

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